Im Dezember 2001 nahm ich eine schulische Projektarbeit, in welcher ich mich mit dem Phänomen der Geistheilung auseinandersetzen wollte, zum Anlass meiner ersten Reise auf die Philippinen.
Nach meiner Rückkehr war ich von dem Erlebten tief berührt. Seit dieser Zeit war es mein Wunsch, mich intensiv mit der auf den Philippinen vorkommenden Geistheilung zu befassen und anderen Menschen darüber zu berichten.
Nach Abschluss der Schule und einigen Praktika im Bereich Film/Fernsehen entschloss ich mich, eine eigene Dokumentation über dieses Thema zu drehen. Zwei Sommer lang arbeitete ich, um die nötigen finanziellen Mittel zu erlangen.
Im Februar 2005 gestattete mir eine deutsche Familie, deren Sohn an Krebs erkrankt war, sie mit der Kamera auf die Philippinen zu begleiten. Innerhalb von zwei Tagen packte ich meine Sachen und begann ohne Vorbereitung, Recherche und Konzept mein Filmprojekt in der Millionenmetropole Manila. Zunächst wollte ich mit dem Film kranken und hilfesuchenden Menschen Informationen über die Methode der Geistheilung bieten. Dieses Anliegen und mein persönliches Interesse öffneten mir die Türen der Heiler, welche sonst für Fernsehteams verschlossen bleiben. Die Heiler waren mir gegenüber sehr offen und freundlich und ließen mich die Operationen aus nächster Nähe filmen. Bei den ca. 500 von mir beobachteten Operationen habe ich keine Manipulation oder Täuschungsversuche bemerkt.
Ich kann daher sagen, dass ich auf den Philippinen nur positive Erfahrungen gemacht habe und viele interessante Menschen kennen lernte. Von einigen Heilern wurde ich auch selber behandelt. Der Wunsch zu einer Behandlung kam dabei meistens nicht von mir selbst. Die Heiler sagten mir, ohne dass sie mich untersucht bzw. ich mich entkleidet hatte, welche Beschwerden ich habe und was sie dagegen tun wollten. Ich war erstaunt, wie zutreffend ihre Diagnosen waren.

Die Operationen verlaufen bei jedem Heiler anders. Sie reichen von absolut schmerzfreien bis hin zu wirklich schmerzhaften Eingriffen. Manchmal geschehen diese innerhalb von einer Minute, können jedoch auch, ähnlich wie bei einem medizinischen Eingriff, eine Stunde dauern. Danach stehen die Patienten auf und gehen wieder nach Hause.

Aus einer Reise wurden schließlich drei und aus einem rein informativen Anspruch wurde letztendlich ein interessanter und berührender Film.